Perceval   von Chrestien de Troyes

MONA JAS
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“Und hütet euch, dass Ihr zu viel sprecht und zu neugierig seid. Keiner kann so beredt sein, dass er nicht häufig etwas sagt, das man ihm schlecht auslegen könnte. Der Weise spricht und widerholt: ‘Wer zuviel spricht, der sündiget.’ Deshalb, lieber Bruder, warne ich Euch zu viel zu sprechen.” Der Edelmann Gornemant von Goort zu dem Junker, der zu diesem Zeitpunkt seiner Reise seinen Namen noch nicht erfahren hat (Percival).

“Oh wie unselig ist der, der eine so schöne Zeit sieht, wie sie schöner nicht sein kann und doch noch wartet, bis eine schönere käme. Das bist du, der Unselige, da du sahest, dass es Zeit und Anlass war zu sprechen, und du hast geschwiegen! Du hattest so viel Muße dazu! Wehe! Wehe, dass du so lange geschwiegen; denn hättest du die Fragen getan, so wäre der reiche König, der so heftig leidet, alsbald genesen von seiner Wund und hielt sein Land in Frieden, von dem er nun gar nichts besitzen wird.” Die Botin des Grals zu Percival, der angesichts der Lanze, die blutete und des Grals jede Neugier beiseite schob und nicht fragte, was es mit diesen Mysterien auf sich habe, obgleich sie während eines ganzen Abends beständig an ihm vorbei getragen wurden.

Zitiert aus: Chrestien de Troyes, Perceval oder die Geschichte vom Gral. Aus dem Altfranzösischen übersetzt von Konrad Sandkühler, Stuttgart 1991