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Der Film zeigt in einer ungeschnittenen Einstellung knappe 17 Minuten lang das Geschehen vor der McDonald’s-Filiale des Ortsteils Hadaba in Sharm El-Sheikh auf der Halbinsel Sinai. Der Film wurde zwei Tage vor den Bombenattentaten im Juli 2005 aufgezeichnet.
Die Manager der amerikanischen McDonald’s-Kette entwickelten in ihrer Verkaufsstrategie Transparenz in der Herstellungsart und Hygiene, sowie den ökonomisch effizienten, weil Absatz erhöhenden, self-service zum Markenzeichen ihres Unternehmens.
Ihre Filiale in Hadaba – untergebracht in einem unauffälligen zweistöckigen Gebäude mit geschlossenen Fensterläden – ist in dieser Hinsicht fast nicht als solche zu identifizieren. Die Fast-Food-Filiale ist versteckt und erzielt ihre Einnahmen ausschließlich über den Lieferservice home delivery, also dem Gegenteil des self-service. Das einzige Erkennungszeichen amerikanischer Esskultur ist das McDonald’s-Logo auf den Mülltonnen, aus denen sich herumstreunende Tiere bedienen, und auf den Werbeflächen der auf den Dienst-Vespas montierten Auslieferkisten.
Ein mit einer traditionellen Djellaba bekleideter Angestellter, vermutlich der Hausmeister, verlässt das Haus mehrfach und kehrt wieder zurück. Er vollzieht im Hof die rituelle Waschung vor seinem Besuch in der Moschee.
Ein junger Angestellter in McDonald’s-Firmenkleidung bereitet gemächlich seine Abfahrt vor, um ein offenbar bestelltes und frisch hergestelltes Menu auszuliefern. Nach mehreren Startversuchen ist die Vespa fahrbereit. Danach poliert er seinen Helm und reinigt sein Gefährt, um diese vom Wüstensand zu befreien und fährt schließlich los.
Es fällt auf, dass sich die Wege beider Angestellten mehrfach kreuzen, ohne dass sie in Blickkontakt treten.
Vor dem Haus laufen ständig Tiere hin und her. Taxen, ein Touristenbus und andere Autos durchqueren das Bild. Verschiedene Passanten, manche davon auf dem Weg zur gegenüberliegenden Moschee, gehen vorbei.
Von der gegenüber liegenden (und außerhalb des Bildes liegenden) Moschee ist der Muezzin zu hören, der zum vierten der fünf täglichen Gebete ruft.
16 mm Film, 17', Farbe, mono.
In Zusammenarbeit mit Holger Friese
zur deutschen Fassung
In the uncut 17-minute version, the film shows events in front of the McDonald’s in the Hadaba section of Sharm El-Sheikh on the Sinai peninsula. The film was made two days before the bomb attacks in July 2005.
The managers of the American McDonald’s chain developed a sales strategy of transparency in the mode of production and in hygiene, as well as of the economically efficient (because it increases sales) self-service as the trademark of their company. In this regard, their branch in Hadaba – in an inconspicuous two-story building with closed shutters – can almost not be identified as a McDonald’s.
The fast food restaurant is hidden, earning its profits solely with home delivery, i.e. the opposite of self-service. The only identifier of American gastronomy is the McDonald’s logo on the trash cans, which are visited by roaming animals, and on the advertising spaces on the delivery boxes attached to the company’s Vespas. An employee wearing a traditional Djellaba, probably the building custodian, leaves the house several times and then comes back. In the courtyard, he carries out the ritual cleansing before going to the mosque. A young employee wearing a McDonald’s uniform leisurely prepares his departure, obviously to deliver a freshly prepared order. The Vespa is ready to go after several start attempts. Then he polishes his helmet and cleans his vehicle to free it from the desert sand. Finally, he drives away.
We notice that the paths of the two employees cross several times without them making eye contact. Animals continuously run to and fro in front of the building. Taxis, a tourist bus and other cars cross the screen. Various pedestrians, some of them on the way to the mosque on the other side of the street, pass by. The muezzin from the mosque (which is beyond our view) can be heard calling to the fourth of the five daily prayers.
16mm film, 17', colour, mono.
In cooperation with Holger Friese.
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